Waschmaschinen Test Stiftung Warentest Oktober 2014

Die Stiftung Warentest hat zum wiederholten Mal Waschmaschinen getestet, die erste Veröffentlichung gab es online am 23. Oktober 2014. Das Fazit der Tester vorweg: Sauber bekommen die Waschmaschinen die Wäsche, jedoch überleben manche Keime. Als Hauptursache machen die Tester zu geringe Temperaturen aus, die wohl von einigen Herstellern – als Beispiel wird ein Gerät von LG genannt – ganz bewusst so programmiert werden, dass sie die vom Bediener vorgenommene Einstellung (in diesem Fall 60 °C) nicht erreichen. Das hilft beim Sparen von Strom, der Besitzer freut sich über den niedrigen Verbrauch. Nur wird das Waschwasser nicht mehr heiß genug. Zum Test der Stiftung Warentest 2013 geht es hier.test-logo

Testsieger im Waschmaschinen Test 2013/2014 der Stiftung Warentest

Zu den besten Waschmaschinen, die im Jahr 2014 (Heft 11/2014) getestet wurden, gehören folgende fünf Geräte:

(Wenn Sie auf die Modellnamen klicken gelangen Sie direkt zu unseren ausführlichen Testberichten!)

PlatzierungModellTestnote
1. PlatzSiemens WM14Y74D1,7 (Gut)
1. PlatzBosch WAY287421,7 (Gut)
1. PlatzMiele WKF 110 WPS1,7 (Gut)
4. PlatzSamsung WF70F7E6P4W/EG1,8 (Gut)
4. PlatzAEG Lavamat L76471PFL1,8 (Gut)

Testsieger 2013

PlatzierungModellTestnote
1. PlatzBosch WAY2854D1,6 (Gut)
1. PlatzMiele W 5861 WPS1,6 (Gut)
1. PlatzSiemens iQ800 WM14Y54D1,6 (Gut)
3. PlatzSamsung WF57841,8 (Gut)
4. Platz Beko WMB 71443 LE1,9 (Gut)
5. PlatzAEG L87485FL1,9 (Gut)

Wie testete die Stiftung Warentest Waschmaschinen 2014?

Wie üblich nahmen die Tester Abwertungen vor. Wenn ein Gerät im Dauertest durchfiel, konnte das Gesamturteil nicht mehr besser ausfallen. Daraus ergibt sich das “mangelhafte” Urteil für die Testverlierer. Ansonsten wurden die folgenden Kriterien bewertet:

  • Funktion mit einer Gewichtung von 40 %: Beim Waschen in verschiedenen Programmen (40°, 60°, Eco, halbe und volle Beladung) wurde überprüft, wie die Maschine mit stark verschmutzter Wäsche fertig wird. Die Tester verunreinigten Textilien mit Blut, Öl, Ruß und Fett und schauten sie sich nach dem Waschen an, auch maßen sie die Restfeuchte nach dem Schleudern und verglichen sie mit dem von den Herstellern angegebenen Wert.
  • Dauerprüfung mit einer Gewichtung von 20 %: Die Maschinen mussten einen Dauertest von 1.840 Wäschen durchhalten, wobei verschiedene Programme durchliefen. Das entspricht einer Nutzung im normalen Haushalt über 17 Jahre, wenn wöchentlich zweimal gewaschen wird.
  • Handhabung mit einer Gewichtung von 15 %: Wie üblich schauten sich die Experten der Stiftung Warentest die Gebrauchsanleitung an, sie checkten die Bedienelemente und die Waschmittelzugabe, das Be- und Entladen, die Reinigung und die Wartung der Maschinen.
  • Umwelteigenschaften mit einer Gewichtung von 15 %: Hierbei geht es vorrangig um den Strom- und Wasserverbrauch, jedoch auch um den Materialeinsatz und nicht zuletzt um die Geräuschemissionen der Maschinen beim Waschen und Schleudern.
  • Schutz vor Wasserschäden mit einer Gewichtung von 10 %: Funktioniert der Aquastopp zuverlässig? Offensichtlich nicht immer (siehe oben).

Testverlierer im Waschmaschinen Test der Stiftung Warentest 2014

  • 11. Platz: Beko WBB 71443 LE mit dem test-Qualitätsurteil “MANGELHAFT” (5,0)
  • 12. Platz: Gorenje W8544 T mit dem test-Qualitätsurteil “MANGELHAFT” (5,0)
  • 13. Platz: LG F 14A8QDA mit dem test-Qualitätsurteil “MANGELHAFT” (5,0)

Während bei den sehr guten Maschinen der Testsieger in der Regel ihre vorzüglichen Features bekannt sind, fragt sich, was die Verlierer für gravierende Schwächen aufwiesen, um zu so einer drastischen Abwertung durch die Stiftung Warentest zu gelangen. Da fielen beispielsweise zwei Beko-Geräte (11. Platz) durch eine gestörte Elektronik aus, auch boten sie kein 60 °C Normalprogramm.

Zwei der Gorenje-Geräte fielen ebenfalls aus, zudem wusch dieses Modell nur mangelhaft und entfernte Flecken schlecht bis gar nicht. Bei den LG-Geräten (13. Platz, es werden jeweils mehrere Exemplare desselben Modells getestet) war das Ablaufrohr undicht, die Lauge wurde im 60°-Programm nur auf 31 °C erhitzt (siehe oben).

Fazit zum Waschmaschinen Test 2014 der Stiftung Warentest

Nicht in jeder Waschmaschine ist drin, was draufsteht – jedenfalls nicht exakt. Es wird geschummelt, am meisten bei der Energieeffizienz. Die getesteten Maschinen wiesen alle die höchste Energieeffizienzklasse A+++ auf, jedoch heizten gerade die schwächeren Geräte – wie vorn schon erwähnt – nicht richtig auf und wuschen dafür umso länger. Das kann wie im Fall einer AEG-Maschine auch schon mal 3,5 Stunden im Hauptwaschgang dauern. Vor solchen Tricksereien sollten sich die Kunden hüten, denn mangelnde Hitze hinterlässt Keime, die schlimmstenfalls gefährlich werden können – auch bei sauberer Wäsche, die durch die lange Waschzeit erreicht wird. Das war der eine Trend, den die Warentester beim Waschmaschinen Test 2014 ermittelten.

Eine andere Entwicklung mutet mehr oder weniger eigenartig an: Die Waschmaschinen werden im großen Durchschnitt größer (bezogen auf das Trommelvolumen), obgleich doch die mitteleuropäischen Haushalte im Schnitt kleiner werden. Die Hersteller verdienen mit den größeren Maschinen etwas besser, jedoch wäscht eine nur halb ausgelastete Maschine zulasten der Umwelt und der Ökonomie. Die Stiftung Warentest rät daher, lieber etwas Wäsche zu sammeln und die Maschinen wirklich so voll wie möglich zu bestücken.

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