Waschmaschinen Test Stiftung Warentest 2015

Am 29. Oktober 2015 veröffentlichte die Stiftung Warentest ihren jüngsten Waschmaschinen Test. Im Fokus stand dieses Mal das neue Energiesparlabel, das nach Aussage der Tester keine Garantie dafür abgibt, dass eine Wasch­maschine bei der alltäglichen Nutzung wirklich sparsam mit Strom und Wasser umgeht. In den Normal- und Kurz­programmen aber ebenso wie mit halb vollen Trommeln macht sich die Energieeffizienz manchmal kaum bemerkbar.

Testsieger im Waschmaschinen Test 2015 der Stiftung Warentest

test-logoDie neu aufgenommenen Waschmaschinen des Jahres 2015 sind noch nicht in die Gesamtwertung der Stiftung Warentest aller Tests seit 2010 integriert. Die Stiftung baut aktuell ihre Software für die Online-Ansicht um und weist daher mit Stand vom 9. November 2015 die Ergebnisse des Tests 2015 gesondert aus. Ab Ende November dürfte eine Gesamtauswertung vorliegen. Beim Test 2015 ergaben sich folgende Testsieger und -verlierer:

Testsieger

PlatzierungModellTestnote
1. PlatzSamsung WF76F7E6P4W (wird nicht mehr hergestellt!)1,8 (Gut)
2. PlatzMiele WMH 120 WPS1,9 (Gut)
3. PlatzSiemens WM16Y89251,9 (Gut)
4. PlatzAEG Lavamat L79485FL2,0 (Gut)
5. PlatzBeko
WYA 71483 LE
2,0 (Gut)

(Wir raten Ihnen zu unserem Testsieger der Beko WMB 71643 PTE, diese Waschmaschine ist Bestseller bei Amazon, sehr günstig und dennoch sehr leistungsstark. In einem früheren Test der Stiftung Warentest wurde die Waschmaschine ebenso gut bewertet.)

Testverlierer

  • LG F14UZ0CNZ mit dem test-Qualitätsurteil “GUT” (Note 2,2)
  • Candy GV 147 TC3 mit dem test-Qualitätsurteil “GUT” (Note 2,2)
  • Siemens WM 14Y54A mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (Note 4,0)

Auswertung: Wie testete die Stiftung Warentest?

Die Art des Tests hat die Stiftung Warentest gegenüber den Vorjahren nicht verändert, wohl aber kleine Anpassungen vorgenommen. Sie bewertet die Wasch­maschinen in den fünf Kategorien Dauer­prüfung, Funk­tion, Hand­habung, Schutz vor Wasser­schäden und Umwelt­eigenschaften. Daraus werden Gruppen­urteile gebildet, die zu einem test-Qualitäts­urteil führen. Wie immer testet die Stiftung auch keine Prototypen oder kostenlose Muster, sondern regulär gekaufte Geräte. Abwertungen in einzelnen Bereichen können sich überdurchschnittlich stark auf das Gesamturteil auswirken. So kann eine “befriedigende” Funktion nur noch zu einem um eine halbe Note besseren Gesamtergebnis führen. Wenn eine Waschmaschine in der Dauer­prüfung durchfällt (“ausreichend” oder “mangelhaft”), fällt das Gesamturteil nicht besser aus. Bei den Umwelteigenschaften beeinflusst vor allem das Geräusch das Urteil. Gewichtet werden die einzelnen Kategorien wie folgt:

  • Funk­tion mit 40 %, wobei die Geräte verschiedene Wasch­programme durch­laufen
  • Dauer­prüfung mit 20 %, die durch 1.840 Waschgänge mit nur kleineren Ruhepausen durchgeführt wurde
  • Hand­habung mit 15 %, wobei Experten und normale Nutzer die Gebrauchs­anleitung, die Wasch­mittel­zugabe, die Bedien­elemente, das Befüllen und Entnehmen sowie die Pflege der Maschine bewerteten
  • Umwelt­eigenschaften mit 15 %, die auf den tatsächlichen Strom- und Wasser­verbrauch Bezug nehmen
  • Schutz vor Wasser­schäden mit 10 % (Expertenprüfung)

Zm Waschmaschinen Test der Stiftung Warentest 2014

Zm Waschmaschinen Test der Stiftung Warentest 2013

Kleine Unterschiede zu früheren Tests bezogen sich beispielsweise auf die Intensität der Dauerprüfung. Im Test 2015 mussten die Geräte 1.840 Durchgänge absolvieren, um im Zeitraffer die zehnjäh­rige Nutzung zu simulieren. Im Test 2011 waren es nur 1.680 Wäschen gewesen, im Test 2012 durchliefen die Maschinen 1.430 Programme. Der Unterschied bezog sich auf die wahrscheinliche Nutzungsdauer. Im Jahr 2011 hatten die Tester neun Jahre angenommen, im Jahr 2012 acht Jahre. Die Tester beobachten in dieser Hinsicht den Markt sehr genau inklusive des Studiums von Herstellerangaben und -werbung.

Fazit zum Waschmaschinen Test 2015 der Stiftung Warentest

Die wichtigste Erkenntnis aus dem diesjährigen Waschmaschinen Test von Warentest lautet wohl, dass die Maschinen robuster, langlebiger und raffinierter werden, ihre Energieeffizienz aber keine gravierenden Fortschritte mehr macht. Dieser Trend hat sich schon seit 2012 angedeutet. Ohne neue, bahnbrechende Technologien können Waschmaschinen kaum noch sparsamer werden.

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